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RCOG unterliegt im Derby mit 12:26

Aktualisiert: 7. Okt. 2023

Am Samstagabend erwartete der Ringerclub Oberriet-Grabs die Ringerstaffel Kriessern zum zweiten Rheintaler Derby in dieser Saison. 700 Zuschauer besuchten das Ringerspektakel in der Bildstöcklihalle in Oberriet und erlebten mit, wie sich die Gäste aus Kriessern erwartungsgemäss durchsetzten. Den Unterschied machten die tiefen und die hohen Gewichtsklassen aus.

Andreas Vetsch (rot) beendete seinen Kampf gegen David Loher mit dieser Aktion (Bild: Linda Obrist)


Bereits die Mannschaftsaufstellungen deuteten einen klaren Ausgang der Begegnung zugunsten der Gäste an. Die Ringerstaffel Kriessern trat nahezu in Bestbesetzung an, während der RCOG – wie schon in der ganzen bisherigen Saison – keine Leihringer einsetzte und mit einer sehr jungen Mannschaft auf der Matte stand. Zusätzlich musste das Heimteam auch dieses Wochenende auf Janis Steiger verzichten, der noch nicht einhundertprozentig fit ist.


Zu Beginn des Wettkampfabends trafen die beiden Natikaderkollegen Tinio Ritter für den RCOG und Levin Meier für die RSK aufeinander. Bis 57kg Greco lag der Freistilspezialist Ritter zur Pause nur knapp mit 3:4 Punkten im Rückstand, in Halbzeit zwei musste er dem Grecospezialisten von der RSK aber den Vortritt lassen. Ritter unterlag zum Schluss mit 3:10.


Bis 130kg Freistil trafen zwei aufeinander, die sich auch im Sägemehl schon gegenübergestanden waren; Schwinger Janosch Kobler kämpfte gegen den Leihringer der Ringerstaffel Kriessern, Jeremy Vollenweider. Vollenweider zeigte von Beginn weg, dass er der routiniertere Ringer ist, er dominierte das Schwergewichtsduell und lag zur Pause mit 0:11 vorne. Kobler versuchte auch in Halbzeit zwei, einen Mannschaftspunkt für den Ringerclub Oberriet-Grabs zu erkämpfen, musste sich aber nach dreieinhalb Minuten auspunkten lassen.


Zu einem Duell zweier ganz junger Athleten kams bis 61kg Freistil. Der 16-jährige Grabser Simon Kehl hatte gegen den 18-jährigen Sandro Hungerbühler keine Chance und verlor ebenfalls mit technischer Unterlegenheit.

Matteo Tinner (rot) feierte sein Debüt in der ersten Mannschaft des RCOG (Bild: Linda Obrist)


Bis 97kg Greco feierte Matteo Tinner seine Premiere in der Swiss Wrestling Premium League. Der Saxer, der seine Ringerkarriere erst vor wenigen Monaten gestartet hatte, traf auf U23-Vizeweltmeister Ramon Betschart und musste sich in der ersten Halbzeit auf die Schultern legen lassen. Auf einen weiteren Kriessner Leihringer traf bis 65kg Roman Kehl. Er unterlag im Grecokampf dem Ex-Internationalen Walliser Dimitar Sandov mit 0:15.


Wie erwartet war die erste Halbzeit eine klare Angelegenheit. Der RCOG lag zur Pause mit 1:19 Punkten zurück.


RCOG war nach der Pause besser

Direkt nach der Pause holte Ilir Fetahu den ersten Sieg für den Ringerclub Oberriet-Grabs. Er dominierte die Freistilbegegnung gegen Christian Wolf von der ersten Minute an und gewann mit 17:1 Punkten.


Eine enge Angelegenheit war die Begegnung bis 70kg Freistil. Flavio Freuler lag zur Pause gegen Dorien Hutter dank einer Passivitätsverwarnung mit 1:0 in Führung, in Halbzeit zwei punktete Freuler mit einer Kopfklammeraktion und einer weiteren Passivitätsverwarnung. Diesen 4:0-Vorsprung brachte der Liechtensteiner routiniert über die Zeit.


Einen spannenden Grecokampf lieferten sich bis 80kg Greco Maurus Zogg und der Kriessner Fabio Dietsche, der die Schweizer Farben im September an der Elite-WM im serbischen Belgrad vertreten hatte. Zogg kämpfte eine Gewichtsklasse höher als gewohnt mit Dietsche auf Augenhöhe mit. Beide Ringer wurden wegen Passivität einmal in die Bodenlage geschickt und nach viereinhalb Kampfminuten hatten beide je 3 Punkte auf ihrem Konto. In der Bildstöcklihalle wurde es zum ersten Mal so richtig laut. Dietsche war unter Zugzwang, da Zogg sich die letzte Wertung erkämpft hatte. Der Kriessner behielt aber die Nerven, setzte seinen Gewichtsvorteil geschickt ein und holte sich 45 Sekunden vor Ende die entscheidende Wertung, in dem er den Graber aus der Kampfzone drängte. Zogg unterlag nach einer starken Leistung also nur ganz knapp mit 3:4.


Zu einem weiteren Duell unter Nationalkaderringern kams im vorletzten Kampf bis 75kg Greco; RCOG-Captain Andreas Vetsch bekams mit David Loher zu tun. Vetsch war in den ersten drei Minuten der stärkere Ringer und ging mit einer 6:0-Führung in die Pause. Der Grabser Olympiaanwärter blieb auch in der zweiten Hälfte kampfbestimmend, holte mit zwei tollen Angriffsaktionen weitere Punkte hinzu und gewann dank technischer Überlegenheit mit 17:0 Punkten.


Den letzten Kampf des Abends bestritten Nicolas Steiger und Marc Dietsche bis 75kg Freistil. Der Internationale Dietsche war von Beginn weg überlegen, er erkämpfte sich Punkt um Punkt. Steiger wehrte sich nach Kräften, konnte aber keine Punkte erkämpfen und musste sich mit technischer Unterlegenheit 0:16 geschlagen geben.

Der Ringerclub Oberriet-Grabs unterlag im zweiten Rheintaler Ringerderby der RSK erwartungsgemäss mit 12:26 Punkten. Besonders in den niedrigen und den höchsten Gewichtsklassen waren die Nachbarn stärker, während der RCOG sich in der zweiten Halbzeit mehr Punkte erkämpfte als die RSK.


Bevor die Liga eine einwöchige Pause einlegt, treffen die Rheintal-Werdenberger nächste Woche auswärts auf die Ringerriege Einsiedeln, die in der Tabelle direkt vor dem RCOG auf Rang vier platziert ist.

Der RCOG trifft nächste Woche auswärts auf die RR Einsiedeln (Bild: Linda Obrist)


Weitere Bilder von unserer Fotografin Linda Obrist:


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