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U23-Weltmeisterschaft: Annatina Lippuner kämpft trotz Rückenverletzung

vor 9 Minuten
2 Min. Lesezeit

Die Athletin des Ringerclubs Oberriet-Grabs vertrat die Schweiz an der Weltmeisterschaft in Las Vegas. Nach einer schwierigen Vorbereitung unterlag sie im Achtelfinal der Mongolin mit 2:6.


Annatina Lippuner bereit für den Kampf gegen die Mongolin Byambasuren Khulan.
Annatina Lippuner bereit für den Kampf gegen die Mongolin Byambasuren Khulan.

Für Annatina Lippuner vom Ringerclub Oberriet-Grabs führte der Weg im Oktober an die U23-Weltmeisterschaften im amerikanischen Las Vegas. Die ehemalige Junioren-Vize-Europameisterin und Junioren-Vize-Weltmeisterin trat in der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm im Trikot des Schweizer Nationalteams an. Ihre Weltmeisterschaft endete jedoch früher als erhofft: Im Achtelfinal musste sie sich der Mongolin Byambasuren Khulan mit 2:6 geschlagen geben.


Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaften war riesig. Endlich wieder auf der grossen internationalen Matte zu stehen und sich mit den besten Athletinnen ihrer Altersklasse zu messen, war für Lippuner ein wichtiger Moment. Das Los spielte für sie dabei keine entscheidende Rolle: Wer an einer Weltmeisterschaft antrete, sei stark; sie selbst eingeschlossen. Mental fühlte sie sich gut auf den Kampf vorbereitet. Dennoch genügte ein kleiner Fehler, um das Duell zu ihren Ungunsten zu entscheiden.


Schwierige Vorbereitung und ein Wille, der stärker war als der Schmerz

Die Voraussetzungen für den Wettkampf waren alles andere als ideal. Während dem letzten grossen Vorbereitungstrainingslager in Japan schoss es Lippuner in den Rücken. In den drei Wochen vor der Weltmeisterschaft konnte sie deshalb nicht auf der Matte trainieren. Die Schmerzen waren teilweise extrem. Dass sie in Las Vegas überhaupt antreten konnte, verdankte sie auch der Unterstützung einer Physiotherapeutin des deutschen Nationalteams, die ihr half, wieder stehen und ringen zu können.


Warum sie trotz den körperlichen Problemen an der Weltmeisterschaft teilnahm, erklärt Lippuner wie folgt: «Ich habe schon viel aufgrund von Verletzungen verpasst, und hier war einfach mein Wille grösser als der Schmerz.» Nach einer langen Rehabilitationsphase wollte sie diese Chance unbedingt nutzen. Umso grösser war die Enttäuschung, als die Weltmeisterschaft nach nur einem Kampf bereits vorbei war.


Rückblickend sieht Lippuner nicht den Rücken, ihre mentale Verfassung oder ihre körperliche Leistungsfähigkeit als entscheidenden Faktor für die Niederlage. Vielmehr fehlten ihr nach der langen Rehabilitationszeit wichtige Trainingskämpfe, Wettkämpfe und Matteneinheiten. In einem Duell auf diesem Niveau kann ein kleiner Fehler den Unterschied ausmachen, gerade dann, wenn die nötige Wettkampfroutine noch fehlt.


Trotz der Enttäuschung blickt Lippuner nach vorne. Sie weiss, dass ihre sportliche Entwicklung mit diesem Resultat nicht abgeschlossen ist. «Ich fahre jetzt zwar enttäuscht nach Hause, aber ich weiss, meine Reise geht weiter und ich werde neu angreifen. Noch stärker», lautet ihre klare Botschaft.


Zunächst steht die Gesundheit im Vordergrund. Bei ihrem Medical Partner, der Berit Klinik, ist eine Untersuchung des Rückens vorgesehen. Danach gilt es, die Verletzung auszukurieren und Schritt für Schritt wieder die Grundlage für kommende Wettkämpfe zu schaffen.

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