RCOG beim Tabellenleader chancenlos

Der Ringerclub Oberriet-Grabs trat am Samstag auswärts in Kriessern zum zweiten Ringerderby des Jahres an. Der RCOG unterlag dem Tabellenleader, der wohl mit dem stärksten möglichen Team antrat, mit 10:25 Punkten.

Der RCOG unterlag der RSK im Derby erwartungsgemäss klar


Nachdem das erste Derby in Oberriet im September knapper ausfiel als erwartet, hatte der RCOG im Rückkampf nicht mehr viel zu melden. Bereits vor den Begegnungen war klar, dass die RSK wohl mit der „Finalmannschaft“, also der stärksten möglichen Aufstellung antrat. Dass Philipp Hutter Gewicht abkochte und bis 86 kg Freistil antrat, erwartete wohl niemand auf Seiten des Auswärtsteams.


Im ersten Kampf des Abends standen sich, wie bereits in der Hinrunde, Simon Kehl für den RCOG und Sandro Hungerbühler für die RSK gegenüber. Auch dieses Mal zeigte Hungerbühler seine Klasse auf und punktete Kehl frühzeitig aus. Im Schwergewicht bis 130 kg kams ebenfalls zu einem Wiedersehen, Trainer Andrii Vyshar stand erneut Damian Dietsche gegenüber. Der Kampf ähnelte demjenigen in der Hinrunde stark, auch dieses Mal gab es von beiden Ringern nur wenige Aktionen. Als Vyshar den Punktevorsprung von 3:2 knapp über die Zeit brachte, wurde es ein erstes Mal richtig laut in der Halle.


Bis 61kg Freistil traf Grecospezialist Janis Steiger mit dem zehn Jahre älteren Christoph Wittenwiler auf einen äusserst unangenehmen Gegner. Der 20-jährige Montlinger zeigte sich aber unbeeindruckt und kämpfte stark. Er liess seinem Kontrahenten keine Chance und punktete ihn frühzeitig mit 16:0 aus. Keinen Kampf bekamen die Zuschauer bis 97kg Greco zu sehen, Ilir Fetahu gab gegen Ramon Betschart aus gesundheitlichen Gründen Forfait und überliess dem Kriessner die vier Mannschaftspunkte kampflos.


Im letzten Kampf vor der Pause trafen zwei Doppellizenzringer aufeinander. Jonas Müller von der RR Tuggen stand für den RCOG, Dimitar Sandov vom Lutte Team Valais für die RSK im Einsatz. Sandov gewann abgeklärt mit 8:0 Punkten und bleibt damit nach wie vor ohne Niederlage in der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaft. Der Pausenstand lautete 12:6 für die Ringerstaffel Kriessern.


Gleich sechs Internationale in Halbzeit zwei im Einsatz

Die zweite Hälfte eröffneten bis 86 kg Freistil Nicolas Steiger und Philipp Hutter. Steiger, der zehn Kilogramm weniger auf die Waage brachte als Hutter, fand gut in den Kampf und führte zur Pause nach zwei Kontern überraschend mit 3:0 Punkten. Nach der Pause nutzte Hutter jedoch seine körperliche Überlegenheit und drehte den Score auf seine Seite, er gewann schlussendlich mit 8:3 Punkten. Bis 70 kg Freistil standen sich Grecospezialist Flavio Freuler und Dominik Laritz, der vor einer Woche an den U23-Weltmeisterschaften siebter wurde, gegenüber. Freuler hielt sehr gut dagegen, musste Laritz nach sechs Minuten Kampfzeit aber einen 8:0-Punktesieg zugestehen.


Bis 80 kg Greco standen sich zwei Internationale gegenüber. Maurus Zogg, eine Gewichtsklasse höher als gewohnt im Einsatz, traf auf Fabio Dietsche. Diese Begegnung entwickelte sich zu einem Abnützungskampf, den Dietsche mit 6:1 Punkten für sich entschied. Ebenfalls zwei Internationale waren in der Gewichtsklasse bis 75kg Greco auf der Matte zu sehen, RCOG-Teamcaptain Andreas Vetsch traf auf den Kriessner Doppellizenzringer Fritz Reber (RR Tuggen). Auch die beiden lieferten sich einen Abnützungskampf, den Vetsch schlussendlich mit 3:0 Punkten gewinnen konnte.


In der letzten Begegnung des Abends gab Samuel Vetsch sein Premium League-Debut für den RCOG, da Stammringer Milan Kriszan aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Vetsch traf auf den Kriessner Teamleader Marc Dietsche. Der 19-jährige Grabser hielt mit vollem Einsatz dagegen, musste sich nach vier Minuten aber nach Punkten geschlagen geben.


Mit 25:10 unterlag der RCOG dem Tabellenleader aus Kriessern im Rückkampf klar. Knapper dürfte es nächste Woche gegen Einsiedeln zu und her gehen. Will der RCOG den Abstiegskampf noch umgehen, müssen gegen die Klosterstädter zwingend Punkte her.

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