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Niederlage für den Ringerclub Oberriet-Grabs am ersten Heimkampf

Aktualisiert: 9. Sept. 2023

Am ersten Heimkampf der Saison traf der RCOG zuhause mit einer jungen Mannschaft auf die Ringerriege Einsiedeln. Sportlich gelang die Begegnung in Grabs nicht nach Mass, der RCOG musste einen kurzfristigen Ausfall des Siegringers Andrii Vyshar hinnehmen und unterlag den Schwyzern mit 13:26 klar. Beeindrucken lassen durften sich die Zuschauer aber von der tollen Show abseits der Matte.

Andreas Vetsch (rot) gewann seinen Kampf gegen Michel Schönbächler überlegen


«Die Heimkämpfe zu einem Event machen» und «das Ringen aufs nächste Level bringen» – der Ringerclub Oberriet-Grabs kündigte in den vergangenen Wochen an, an den Heimkämpfen showtechnisch in dieser Saison aufzurüsten. Mit Erik Schegg, der als Speaker professionell durch den Ringerabend führte, und einer Licht- und Musikshow der Kühnis Eventtechnik AG, die in der Ringerschweiz ihresgleichen vergeblich sucht, hielten die Rheintal-Werdenberger ihr Versprechen ein. Die 250 Zuschauer in der gut gefüllten Grabser Unterdorf-Halle zeigten sich beeindruckt.


Sportlich liefs dem Gastgeber in der ersten Halbzeit allerdings nicht wie gewünscht. Während das Durchschnittsalter beim Ringerclub Oberriet-Grabs bei 21 Jahren lag, lag dasjenige der Einsiedler um acht Jahre höher. Besonders in den ersten vier Kämpfen kams zu Generationenduellen. So traf der 16-jährige Tinio Ritter in seinem zweiten «Premium League»-Kampf auf den 47-jährigen Routinier Oleksandr Golin. Golin erwischte den jungen Kaderathleten nach einer Minute mit einem Griff, aus dem sich Ritter nicht mehr befreien konnte. Der Altstätter verlor den Kampf auf die Schultern.


Bis 130kg feierte der 23-jährige Schwinger Janosch Kobler nach dreijähriger Absenz von der Ringermatte sein Comeback. Er traf auf den 17 Jahre älteren Sven Neyer und musste sich noch in Halbzeit eins nach mehreren starken Angriffen Neyers auspunkten lassen.


Umkämpfter gings bis 61kg Greco zu und her. Der 16-jährige Simon Kehl traf auf Dany Kälin, der schon viele Jahre für die RR Einsiedeln in der Premium League mitringt. Kehl hielt den Angriffen Kälins lange Zeit stand, gab in der ersten Halbzeit wegen einer Passivitätsverwarnung allerdings Punkte ab. In der zweiten Hälfte des Kampfes baute Kälin diesen Vorsprung laufend aus, Kehl schaffte es nicht, die angepeilte Wertung zu holen und verlor zum Schluss mit 0:3 Mannschaftspunkten.


Bis 97kg gab der RCOG kampflos weitere vier Punkte ab. Der Siegringer Andrii Vyshar musste sich am Samstagmorgen kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abmelden, weshalb das Heimteam in der zweithöchsten Gewichtsklasse keinen Ringer einsetzen konnte.


Den ersten Punkt für den RCOG gewann bis 65kg Freistil Roman Kehl. Der ältere der beiden Grabser Kehl-Brüder traf auf den starken Lars Neyer. Dieser Kampf bot von Anfang an Spektakel, in den ersten Kampfsekunden holte sich Roman Kehl eine Zweierwertung. Neyer antwortete auf den Punkterückstand prompt mit zwei Schwungangriffen und riss das Ruder wieder herum. Daraufhin bestimmte der Einsiedler den Kampf und punktete mit mehreren sehenswerten Aktionen. Dreissig Sekunden vor Kampfende lag Kehl mit 2:14 Punkten zurück, er wehrte sich gegen die drohende technische Unterlegenheit und brachte den Punktestand über die Zeit.


Der Pausenstand lautete 18:1 für die Ringerriege Einsiedeln.


In der zweiten Halbzeit liefs besser für den RCOG

Nach dem Schinka-Chääs-Quiz und einem Interview mit U20-Vizeeuropameisterin Annatina Lippuner in der Pause gings mit den zweiten fünf Kämpfen weiter. Von diesen versprach sich der Ringerclub Oberriet-Grabs mehr als von der ersten Halbzeit.


Ilir Fetahu legte bis 86kg Greco gegen Sascha Schmid auch gleich los wie die Feuerwehr. Dank eines gut getimten Hüftschwungs ging er nach wenigen Sekunden bereits mit 4:0 Punkten in Führung. Noch vor dem Pausengong baute er seine Führung dank tollen Durchdrehern im Bodenkampf aus. Mit einer Schleuderaktion in der zweiten Kampfhälfte beendete er den Kampf und gewann mit technischer Überlegenheit. Dank Fetahu durfte sich der RCOG die erste Viererwertung im Mannschaftsscore gutschreiben lassen.


Laut wurde die Stimmung auch in der nächsten Begegnung, der Grabser Mannschaftscaptain Andreas Vetsch traf mit Michel Schönbächler auf einen unangenehmen Gegner. Vetsch liess sich von der aggressiven Kampfart Schönbächlers aber nicht beeindrucken, er erkämpfte sich Punkt um Punkt und gewann nach fünf Minuten mit technischer Überlegenheit.


Brüder Zogg mit den letzten beiden Kämpfen

Bis 80kg Freistil stand Nicolas Steiger einem weiteren Ringer der Familie Neyer gegenüber; dem 32-jährigen Yves. Yves Neyer machte es seinen Brüdern nach und gewann seinen Kampf mit einem Schultersieg nach einer Kampfminute.


Somit war die Niederlage für den RCOG schon zwei Kämpfe vor Schluss nicht mehr abzuwenden. Bis 75kg Freistil kam der Grabser Quintus Zogg zu seinem Debüt in der Swiss Wrestling Premium League. Er ersetzte den ausgefallenen Flavio Freuler und traf auf den starken Kay Neyer, der das Gebrüder-Quartett der Einsiedler komplettierte. Den schnellen Beinangriffen des jüngsten Neyers wusste Zogg nichts entgegenzusetzen, er verlor den Kampf mit 0:17 Punkten.


In der letzten Begegnung des Abends kämpfte Kaderathlet Maurus Zogg gegen Jan Walker. Nach dem laut umjubelten knappen Sieg vor einer Woche liess Zogg an diesem Wochenende nichts anbrennen. Mit tollen Vorreissern und Aushebern punktete er den Einsiedler kurz nach der Pause aus.


Der Ringerclub Oberriet-Grabs verlor die wichtige Begegnung gegen die Ringerriege Einsiedeln zum Schluss mit 13:26 Punkten und steht nach zwei Runden noch ohne Tabellenpunkt da. Als nächstes stehen nun Auswärtskämpfe gegen zwei der ganz grossen Schweizer Ringerteams an. Nächstes Wochenende steht der RCOG in Muri der Ringerstaffel Freiamt gegenüber, in der Woche darauf ist er beim amtierenden Schweizermeister aus Willisau zu Gast. Den nächsten Heimkampf führt der RCOG am Kilbiwochenende in Oberriet durch, am 30. September trifft er in der Bildstöcklihalle auf die Ringerriege Schattdorf.

Der RCOG hat dieses Jahr showtechnisch stark aufgerüstet

Die gegnerische Mannschaft läuft durch den Tunnel in die Arena ein

Tinio Ritter läuft durch den Tunnel ein in die Wettkampfarena

Vor dem Kampfbeginn erhält Livia Steiger – Mitverantwortliche des Fanclubs – einen neuen Fanclubfahnen

Vor dem Kampf wurden Interviews mit den Trainern eingespielt


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