KO-Phase und Rheintaler Ringerderby: Eine Garantie für Spektakel!
Aktualisiert: vor 7 Stunden
Die Ausgangslage versprach jede Menge Feuer – und die Akteure lieferten ab. Im Viertelfinal-Hinkampf der Swiss Wrestling Premium League setzte sich die favorisierte Ringerstaffel Kriessern wie erwartet deutlich mit 11:25 Punkten durch. Trotz des klaren Resultats boten die Ringer dem Publikum packende Duelle und machten beste Werbung für
den Schweizer Ringsport.

Als Vierter der Gruppe A traf der Ringerclub Oberriet-Grabs nach dem neuen Modus der
Swiss Wrestling Premium League auf den Erstplatzierten der Gruppe B und direkten Nachbarn aus Kriessern. Die eindeutige Favoritenrolle der Gäste wurde durch Personalprobleme im RCOG-Lager zusätzlich verstärkt. Dennoch waren die Hausherren fest
entschlossen, dem Nachbarn keinen einzigen Zähler zu schenken und die Aufgabe so
schwer wie möglich zu gestalten.
Starker Auftakt und beherzte Aussenseiter
Lio Rüegg eröffnete den Abend bis 57 kg Freistil mit einem Paukenschlag: Mutige Attacken
wurden belohnt, sodass sich der 16-Jährige noch vor dem regulären Kampfende über einen
Sieg durch technische Überlegenheit freuen durfte. Im Schwergewicht setzte Jordan Bishing
in der für ihn ungewohnten Greco-Stilart überraschende, mutige Akzente. Nach einer 3:0-
Führung wurde sein Risiko jedoch nicht belohnt; eine Angriffsaktion endete unglücklich in
einer Schulterniederlage. Auch bis 60 kg Greco war für Rio Goldener gegen Joel Gächter
nichts zu holen, womit der Kampf mit dem Punktemaximum an den Kriessner ging.
Ein Glanzpunkt des Abends gelang Bruno Flück im Duell mit Daniel Loher: Ohne grosse
Ambitionen gestartet, gewann Flück mit einem mitreissenden Auftritt die Gunst des Publikums und sicherte der Mannschaft beim 1:7-Endstand einen wertvollen Zähler. Ein solcher Punktgewinn gelang auch Malik Mehrabudin bis 65 kg Freistil, wenngleich Dominik Laritz seine Dominanz mit einem klaren 1:19-Punktesieg unterstrich.
Umkämpfte zweite Halbzeit und packende Schlussphase
Direkt nach der Pause musste sich der angeschlagene Quintus Zogg mit dem ehemaligen
Nationalkaderringer Fabio Dietsche (bis 87 kg Greco) messen. Der Gewichts- und
Klassenunterschied trat dabei deutlich zutage, weshalb der aufstrebende Grabser
chancenlos blieb und Dietsche das Punktemaximum gelang. Auch Janis Steiger verpasste
gegen Dimitar Sandov den Coup und musste dem scheinbar stets stärker werdenden
Routinier beim 0:14 die Punkte überlassen.
Die etwas abgeflachte Stimmung in der Halle wurde durch ein mitreissendes Freistilduell auf
Augenhöhe bis 86 kg zwischen Nicolas Steiger und Sandro Moser wieder angefacht. Der
Bündner tauchte mehrmals an den Beinen von Steiger an, doch dieser fand stets die
passende Antwort. Die Zitterpartie endete schliesslich mit einem knappen 4:2-Erfolg für
Steiger.
Direkt im Anschluss folgte das nächste Highlight: Bis 74 kg Freistil duellierten sich Tinio
Ritter und Sandro Hungerbühler. Zu Beginn legte Hungerbühler vor, und lange sah es nach
einem ungefährdeten Verlauf aus. Ritter gewann jedoch von Minute zu Minute an Aufwind. Seine Aufholjagd wurde am Ende knapp nicht belohnt, und die Begegnung endete mit einem 6:8-Punktesieg zugunsten des RSK-Athleten.
Showdown vor Traumkulisse
Mit der Stimmung auf dem Siedepunkt kam es zum Showdown zwischen Andreas Vetsch
und Fritz Reber. Vor 700 Zuschauern schenkten sich die beiden Nationalmannschaftskollegen keinen Zentimeter, entsprechend hart wurde der Kampf geführt. Vetsch setzte die taktischen Anweisungen von Trainer Beat Motzer perfekt um und
bewies, dass er für die anstehende Weltmeisterschaft kommender Woche in absoluter
Topform ist. Er entschied die Partie mit 5:3 für sich.
Das Endergebnis von 11:25 lässt für den Viertelfinal-Rückkampf in zwei Wochen eine klare
Tendenz erkennen. Werden jedoch erneut solche Kämpfe geboten, darf sich das Publikum
garantiert wieder auf einen faszinierenden Ringerabend freuen.




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