Ringerclub Oberriet-Grabs  

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Vetsch überzeugt in Bukarest

Gepostet am 17. April 2019 um 0:45

Andreas Vetsch stand vergangenes Wochenende an den Ringereuropameisterschaften in Bukarest bis 67 kg im griechisch-römischen Stil im Einsatz. Der Grabser zeigte dabei viel Biss und belegte schlussendlich den 7. Platz.




Zweimal hiess der Sieger Andreas Vetsch.


Der internationale Ringer Andreas Vetsch vom Ringerclub Oberriet-Grabs kann auf 2 intensive Wettkampftage zurückblicken. Gleich vier Mal stand der 23-Jährige auf der Matte und kämpfte an seiner zweiten Aktiveuropameisterschaftsteilnahme um die Medaillen der Gewichtsklasse bis 67 kg Greco. In der Ersten Begegnung stand mit Daniel Soini aus Schweden kein Unbekannter gegenüber. Bereits vor einem Monat trafen die beiden am Thor Masters in Dänemark schon einmal aufeinander, wobei der Schweizer Vertreter noch mit 0:3 unterlag. Auch dieses Mal nahm die Begegnung ähnliche Züge an. Vetsch konnte zwar Soini passiv stellen und somit einen Punkt und die Bodenlage erzwingen, doch Soini gelang es einen Ausheber zu kontern und dadurch mit 2:1 in Führung zu gehen. Auch in der zweiten Kampfhälfte musste der Schwede noch einmal in die Bodenlage und auch diesmal konnte der Grabser keinen Vorteil daraus schlagen. So stand es bis 5 Sekunden vor Schluss noch immer 2:2 zu Gunsten des Schweden aufgrund seiner höheren Wertung. Vetsch wollte sich trotz allem noch nicht aufgeben und lancierte einen letzten Angriff und 1,3 Sekunden vor Schluss gelang ihm dann tatsächlich die Wende. Da der Skandinavier von der Matte geschoben werden konnte führte Vetsch denkbar knapp mit 2:4 Punkten und qualifizierte sich für den Achtelfinal gegen Atakan Yuksel aus der Türkei.


In Dieser Begegnung gelang es dem Türken Vetsch passiv zu stellen und so musste der Grabser in die Bodenlage. Yuksel konnte zweimal mit einem Durchdreher punkten und so musste Vetsch einen 5:0 Rückstand aufholen. Dieses Mal gelang dies dem Schreiner nicht und so musste er sich mit 5:3 Punkten geschlagen geben.


Da sein Achtelfinalgegner das Finale erreichte konnte Vetsch am zweiten Wettkampftag erneut antreten. Um sich für den Kampf um den dritten Platz zu qualifizieren musste er zwei Kämpfe gewinnen. Im ersten hiess der Gegner Pedro Caldas. Gegen den Portugiesen, welcher bereits aus einigen Trainingslagern bekannt ist zeigte sich Vetsch keine Blösse und gewann souverän mit 11:2 Punkten. Nun stand niemand geringeres als Artem Surkov, der aktuelle Europa- und Weltmeister aus Russland, gegenüber. Surkov zeigte Vetsch dann auch auf, dass es an die oberste Weltspitze nach wie vor ein langer Weg sein wird. Den vierten Kampf musste Vetsch so als Lehrstunde verarbeiten, denn der Kampf ging mit 10:0 Punkten klar zu Gunsten des Russen.


Dank zwei Siegen konnte sich der Werdenberger aber trotzdem auf dem siebten Rang platzieren und sich dadurch für die European Games in zwei Monaten empfehlen, welche in Weissrusslands Hauptstadt Minsk stattfinden werden.


Andreas. Wie bewertest du deinen Auftritt bei der EM in Bukarest in puncto eigener Leistung, Eindrücken vor Ort, Betreuung und Unterkunft?


Mit meiner eigenen Leistung bin ich sehr zufrieden. Ich habe meine Chance genutzt und wahrscheinlich auch das Maximum herausgeholt. Es war zudem auch eine neue und gute Erfahrung mit dem neuen Wettkampfsystem. Es hat mir gezeigt, dass ich im Vorfeld die richtigen Entscheidungen betreffend Vorbereitung und abnehmen getroffen hatte.

Die Betreuung war sehr gut, da wir während dem ganzen Turnier von zwei Nationaltrainer vor Ort betreut wurden.


Wie sieht deine kommende Trainings- und Wettkampfplanung aus, gerade hinsichtlich der anstehenden European Games?


Für mich wird sich dadurch nicht allzu viel verändern, auch weil ich zuerst noch von Swiss Olympic definitiv selektioniert werden muss.

Ich werde die nächsten zwei Monate zu Hause trainieren.

Danach ist ein Turnier in Sassari geplant und Mitte Juni ein Trainingslager in Tschechien, welches die letzte Vorbereitung für die European Games wäre.


Hast du Privat irgendwelche Veränderungen vorgenommen, dass sich deine Leistungen im Vergleich zu früheren Jahren verbesserten?


Ich habe mein Arbeitspensum reduziert auf 50%, wodurch ich vor allem wenn ich zu Hause bin mehr Zeit habe um zu trainieren und regenerieren.


Tokyo 2020?


Ist sicher ein Traum, wird für mich aber schwierig. Ich denke für mich ist Paris 2024 realistischer und daher auch mein grosses Ziel.

Kategorien: Kader/ Nationalkader/ Internat. Ringer