Ringerclub Oberriet-Grabs  

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Saisonziel verpasst

Gepostet am 7. November 2017 um 0:15

In einer nervenaufreibenden Begegnung gewinnt der RCOG im Playoff Halbfinal Rückkampf gegen den SC Martigny mit 22:16 Punkten. Trotz Heimsieg konnten sich die Rheintaler aber nicht für das Finale qualifizieren.



Andriy Vishar (rot) im Duell mit Marco Riesen.


Mit 25:13 und somit insgesamt 12 Punkten Vorsprung gewann Martigny den Hinkampf. Trotz dieser komfortablen Ausgangslage wollten die Westschweizer nichts anbrennen lassen und stellten auch im Rückkampf eine top Mannschaft auf die Matte. Die Oberriet-Grabser waren sich somit bereits vor Anpfiff bewusst, dass alles stimmen muss, um das Finale noch erreichen zu können.

Gleich zu Beginn musste das Heimteam zwei Rückschläge wegstecken. Maurus Zogg unterlag wie schon im Hinkampf dem ehemaligen Vizeeuropameister Sandov Dimitar durch technische Überlegenheit zu Gunsten des Bulgaren. Auch Andriy Vishar konnte nicht seine Bestleistung abrufen und verlor gegen Martignys Leihringer Marco Riesen knapp mit 6:2 Punkten. Dominik Laritz liess sich von diesem Fehlstart nicht beeinflussen und schulterte seinen Gegner noch vor Ablauf der ersten Minute. Bis 96kg hatte Hutter Christian denselben Kontrahenten wie schon im Hinkampf. Auch in Oberriet fehlte es dem Routinier vor allem an der Kondition. Nach sechs Minuten musste sich Hutter mit 7:0 geschlagen geben. Dank einem zu schweren Ringer bei der Abwage gingen die letzten 4 Punkte vor der Pause kampflos an das Heimteam.

Bis 80 kg Freistil durfte sich Leihringer Dominik Bossert zum zweiten Mal in dieser Saison in der für ihn ungewohnten Stilart messen. Er liess sich davon jedoch nicht irritieren und gewann seinen Kampf mit einem Schultersieg. Greco-Spezialist Andreas Vetsch musste ebenfalls im Freistil antreten. In der ersten Hälfte des Kampfes geriet Vetsch durch eine kurze Unaufmerksamkeit in Rücklage. Der Grabser konnte den Gegner aber dank seiner guten Kondition immer müder machen und so gegen Ende der zweiten Hälfte Punkt für Punkt generieren. Angetrieben vom Publikum erkämpfte er mit 12:6 drei Mannschaftspunkte fürs Konto der Ostschweizer. Flück Bruno bekam es in seinem Kampf mit Martignys Nachwuchstalent Tanguy Darbellay zu tun. Wie schon Hutter fehlte es auch ihm vor allem an der Ausdauer. Trotz starkem Beginn musste er gegen Ende der Begegnung immer mehr Punkte abgeben und verlor seinen Kampf mit 6 zu 11 Punkten.

Um die nötigen 12 Punkte Vorsprung noch zu erreichen, hätten in den letzten zwei Kämpfen die beiden Atlethen Sergiy Sirenko und Dominik Steiger ihre Kämpfe mit je 4 zu 0 gewinnen müssen. Sirenko legte vor und besiegte den Internationalen Isa Usopov mit all seiner Routine durch technische Überlegenheit. Nun lag der ganze Druck auf den Schultern des 18-jährigen Dominik Steiger. Gleich zu Beginn machte sein Gegner Druck und konnte punkten, somit war nun die einzige Möglichkeit zur Finalqualifikation ein Schultersieg. Beinahe wäre dies Steiger auch gelungen. Er überraschte mit einem Armzug, konnte den Konkurrenten aber nicht fixieren. Nach dieser Aktion war sein Gegner jedoch auf weitere Angriffe vorbereitet und so gelang es Dominik nicht mehr den Kampf zu wenden und er musste sich mit 12:6 geschlagen geben.

Mit dem Endresultat von insgesamt 41 zu 35 Punkte steht somit fest, dass der RCOG nächstes Wochenende auswärts gegen Ufhusen um den dritten Platz der Winforce Challenge League ringt. 

Kategorien: Swiss Winforce League