Ringerclub Oberriet-Grabs  

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Freuler auf dem Weg an die Weltspitze

Gepostet am 25. August 2017 um 17:00

Freuler gelingt an seiner ersten aktiv Weltmeisterschaft in Paris ein Exploit. Er belegt in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld von 36 Nationen den starken zehnten Platz.


Am Sonntag hiess es für den Athleten des Ringerclub Oberriet Grabs nach acht Wochen Trainingslager in Armenien endlich Koffer packen und ab in die Stadt der Liebe. Für desgleichen hatte er jedoch keine Zeit, denn er war bereits mitten in der Prozedur des Gewichtabnehmens vor dem Wettkampf. Nach der Abwage am Montagabend standen auch schon die Paarungen für den Wettkampftag fest, und Freuler traf in der ersten Runde auf den Griechen Christos Theodorakis.

Angefeuert durch eine kleine Gruppe von Club- und Familienmitgliedern vor Ort, zeigte der erst 20-jährige keine Blösse und lag, Dank eines explosiven Angriffs an die Hüfte, bereits nach zwanzig Sekunden mit zwei Punkten in Führung. Ungebremst legte Freuler nach und konnte seinen Gegner gleich ein weiteres Mal durch eine ähnliche Technik zu Boden bringen, von wo aus er den Griechen mit seiner Spezialität, dem Ausheber, durch die Luft wirbelte. Nun fehlten ihm gerade noch zwei Punkte zur technischen Überlegenheit und noch bevor die Kampfzeit auf zwei Minuten wechselte, waren diese zwei Punkte schon im Kasten.


Im Achtelfinale war sein Gegner niemand Geringeres als Hansu Ryu, Weltmeister 2013 und Olympiafünfter 2016, aus Südkorea. Gestärkt durch das im letzten Kampf aufgebaute Selbstvertrauen, liess sich Flavio vom grossen Namen nicht beeindrucken und kämpfte tapfer mit. Ende der ersten Hälfte lag er durch einen Passivitätspunkt zu Gunsten des Südkoreaners zum ersten Mal an diesem Tag in Rücklage. Anfangs der zweiten Halbzeit musste er einen weiteren Punkt abgeben, da er von der Matte gestossen wurde. Nun überraschte jedoch Freuler das Publikum, als er einen Angriff des Favoriten zu seinen Gunsten nutzen konnte und tatsächlich den Kampf anführte. In der letzten Minute konnte Flavio dem Druck nicht mehr standhalten und musste sich nach einem starken Kampf knapp geschlagen geben.


Glücklicherweise erreichte der Koreaner anschliessend das Finale, was Freuler ermöglichte in der Hoffnungsrunde gegen den ehemaligen Juniorenweltmeister Kamran Mammadov um den Einzug ins kleine Finale zu kämpfen. Auch in diesem Kampf konnte er über weite Strecken mit dem Aserbaidschaner mithalten, dennoch musste er sich mit einer vier zu eins Niederlage vom Turnier verabschieden. Freuler ist mit seinem ersten internationalen Titelwettkampf auf Aktivniveau zufrieden. Er konnte sein Ziel, am Wettkampftag sein volles Potenzial auszuschöpfen, erreichen und findet, dass die Richtung stimmt!


Kategorien: Kader/ Nationalkader/ Internat. Ringer